MH Kinaesthetics Grundkurs Fachbereich: Menschen mit Behinderung

Um was geht es im Grundkurs?

Der Grundkurs: Fachbereich Menschen mit Handicap, befasst sich mit einer Eigenschaft von MH Kinaesthetics, dem Konzeptsystem. Die Teilnehmer/innen erhalten eine Einführung in das Werkzeug, welches es ihnen ermöglicht, tägliche Aktivitäten aus verschiedenen Bewegungsperspektiven zu verstehen, um Klienten/Bewohner aller Altersstufen und Fähigkeiten effektiver in ihre Bewegung unterstützen zu können.

Im Zentrum des Grundkurses stehen Aktivitäten, die Klienten/Bewohner wegen Krankheit, Verletzung oder Behinderung nicht alleine bewältigen können, wie eine Position, z.B. Sitzen, Liegen einnehmen und halten, Essen, Trinken und Kleidungswechsel, sich vom Liegen zum Sitzen, vom Boden hoch oder von einem Ort zu einem anderen zu bewegen usw. Die Teilnehmer/-innen lernen, Klienten/Bewohner innerhalb dieser Aktivitäten in ihrer Bewegung zu unterstützen, anstatt sie zu heben.

 

Was ist die Wirkung?

Grundvoraussetzung dafür ist, zu lernen auf die eigene Bewegung zu achten, das ermöglicht, die Reflexion des alltäglichen und pflegerischen Handelns.

So ist es für jeden/jede Teilnehmer/-in möglich,

  • die eigene Annahme über Gesundheits-, Entwicklungs- und Lernprozesse von Klienten/Bewohnern aller Altersstufen zu überprüfen und wo es notwendig ist, diese anzupassen.
  • die Rolle der eigenen Bewegung in Gesundheits- und Lernprozessen zu entdecken
  • Bewegungssensibilität und Handlingskompetenz im Alltag zu erarbeiten, um die eigene Bewegungsfä­higkeit anzupassen, um so die Bewegungsfähigkeiten von anderen Menschen zu unterstützen.

Diese Art der Bewegungsunterstützung wirkt sich positiv auf Gesundheits-, Entwicklungs- und Lernprozesse aus. Die Klienten/Bewohner bewegen sich in Alltagsaktivitäten wo sie können mit, d.h. möglicherweise einfacher und gezielter. Atmung, Kreislauf und Verdauung werden durch Bewegung reguliert, die Selbstständigkeit wird gefördert und das wiederum fördert die Entwicklung.



Teilnehmer des Fachbereichs entdecken Bewegungsvarianten gemeinsam mit ihren Klienten/Bewohnern anstatt sie zu heben und schützen sich so selbst vor Überlastung.

Aktivitäten, die mit den Klienten/Bewohnern zwei oder mehr Pflegekräfte bedürfen, lernen die Teilnehmer/-innen möglicherweise allein zu unterstützen.


Lernmethode:

  • Anhand von Eigenaktivitäten, Bewegung erfahren und verstehen lernen
  • Dieses Verständnis in Partneraktivitäten übertragen und überprüfen
  • Ausgewählte Aktivitäten aus dem beruflichen Alltag anhand der Kinaesthetics Konzepte gemeinsam bearbeiten und neue Möglichkeiten finden


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